Alternative Proteinquellen

Alternative Proteinquellen werden im Rahmen des Veggie-Booms und vor dem Hintergrund nachhaltiger Lebensstile immer beliebter. Außerdem könnte ihnen eine gewichtige Rolle bei der Sicherung der Ernährung und Proteinversorgung einer stark wachsenden Weltbevölkerung zukommen. Deshalb möchte das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft jetzt Forschung und Innovation zu alternativen Proteinquellen fördern.

Alternative Proteinquellenfür die menschliche Ernährung

Unter alternativen Proteinquellen versteht das BMEL Proteinquellen

  • auf pflanzlicher Basis (Leguminosen, Nüsse, Getreide usw.),
  • auf Basis von Algen, Pilzen und essbaren Insekten sowie auch
  • Proteine, die durch zellbasierte oder fermentative Verfahren gewonnen werden.

Welche Projekte können gefördert werden?

Das BMEL möchte FuE-Projekte zu den oben genannten Proteinquellen fördern, vorausgesetzt die Projekte zielen auf die menschliche Ernährung ab.

Da die Förderbekanntmachung auf zwei unterschiedlichen Förderprogrammen basiert, müssen sich die Projekte außerdem einem der folgenden beiden Fördermodule zuordnen lassen. Die Module haben unterschiedliche Schwerpunkte.

Modul A (BMEL-Innovationsförderung)

Es sollen insbesondere Projekte gefördert werden, die innovative Produkte, Verfahren, Technologien zur Erschließung und zum Einsatz alternativer Proteinquellen für die menschliche Ernährung entwickeln und zur Anwendungsreife bringen. Bei der Entwicklung sind sensorische, technologische und ernährungsphysiologische Eigenschaften zu berücksichtigen und die Lebensmittelqualität sowie -sicherheit zu gewährleisten. Dabei ist möglichst auf die Reduzierung des Einsatzes von Zusatzstoffen und des Verarbeitungsgrades sowie auf den Einsatz regional produzierbarer Rohstoffe zu fokussieren. Die zu entwickelnden Innovationen sollen die Aspekte der Ressourcenschonung und der Nachhaltigkeit berücksichtigen.

Modul B (BMEL-Eiweißpflanzenstrategie)

Das Modul B konzentriert sich auf Leguminosen, die eine Schlüsselrolle in der Planetary Health Diet einnehmen. Mit der Förderung sollen Wettbewerbsnachteile heimischer Leguminosen ausgeglichen, Forschungslücken ge­schlossen und erforderliche Maßnahmen zur Umsetzung in die Praxis dargestellt werden. Ziel ist es, den Leguminosenanbau in Deutschland zu fördern und die Anbaufläche auszudehnen. Dafür sollen sowohl das Angebot als auch die Nachfrage nach heimisch erzeugten Leguminosen gestärkt werden. Projekte mit Modellcharakter haben bessere Förderchancen.

Wer wird wie gefördert?

Grundsätzlich sind bei beiden Fördermodulen Wirtschaft und Wissenschaft antragsberechtigt, allerdings in unterschiedlicher Gewichtung. Bei Modul A sind Unternehmen und Startups antragsberechtigt. Hochschulen und Forschungszentren sind antragsberechtigt, wenn sie mit Unternehmen kooperieren. Bei Modul B sind Forschungszentren, Hochschulen sowie kleine und mittlere Unternehmen KMU antragsberechtigt.

Für Unternehmen bewegt sich der Fördersatz zwischen 25% und 70% auf die zuwendungsfähigen Kosten. Der konkrete Fördersatz ist abhängig von der Größe des Unternehmens und der Einordnung der FuE-Arbeiten. Gerne besprechen wir mit Ihnen, welche Förderhöhe Sie für Ihr Projekt erwarten können.

So wird Förderung beantragt

Das Antragsverfahren ist zweistufig und startet mit einer Projektskizze, die bis zum 23.02.22 eingereicht werden muss. Wird diese Skizze positiv evaluiert, ist anschließend ein förmlicher Förderantrag einzureichen.

Alternative Proteinquellen sind Ihr Thema? Sie planen ein Projekt dazu und interessieren sich deshalb für diese Förderbekanntmachung? Dann sprechen Sie bitte unsere Expertinnen und Experten an. Wir erarbeiten einen aussichtsreichen Förderantrag für Sie.

Werden Sie Mitglied in unserer Xing-Gruppe Food Innovationen.