Biobasierte Klebstoffe

Beim Thema Klebstoff denkt man schnell an verklebte Finger, die man sich bei Bastelarbeiten in der Kindheit geholt hat. Klebstoffe werden heute aber nicht nur im Hobby-Bereich benutzt, sondern auch in vielen Bereichen der industriellen Produktion. Denn Kleben hat sich zu einem der wichtigsten Fügeverfahren entwickelt. Auch in der Medizin sind Klebstoffe heute von Bedeutung. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft BMEL will jetzt FuE-Projekte zu Klebstoffen auf Basis nachwachsender Rohstoffe fördern. Klebstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen sind Ihr Thema? Dann beantragen Sie mit PNO diese Förderung für Ihr Projekt.

biobasierte klebstoffe
  • Förderung von Forschung und Entwicklung zu biobasierten Klebstoffen.
  • Verbundprojekte mit Unternehmensbeteiligung werden bevorzugt.
  • Achtung Fristverlängerung: Antragstellung bis zum 31.07.20.

Laut Industrieverband Klebstoffe e.V. werden in Deutschland jährlich 1,5 Mio. Tonnen Klebstoffe sowie 1 Mrd. Quadratmeter Klebebänder und -folien produziert (externer Link). Ebenfalls vom Klebstoffverband stammt die Einschätzung, dass 15% Prozent der eingesetzten Klebstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen (externer Link) hergestellt werden. Das heißt, dass bei Klebstoffen in Sachen Bioökonomie noch ordentlich „Luft nach oben“ ist.

Vor diesem Hintergrund will das BMEL jetzt Projekte zu biobasierten Klebstoffen fördern. Dabei soll es nicht nur um die Umstellung der Rohstoffbasis gehen, sondern möglichst auch um neue oder verbesserte Eigenschaften und Funktionen. Dem BMEL schweben insbesondere FuE-Projekte zu folgenden Schwerpunkten vor:

a) Innovative biobasierte Klebstoffe, -komponenten für traditionelle und neue Anwendungsbereiche in der Industrie und im Konsumentenbereich in den Bereichen

  • Papier und Verpackungen,
  • Holz, Holzwerkstoffe,
  • Bauen und Wohnen,
  • Büro, Haushalt, Hobby,
  • Fahrzeugbau,
  • Metallindustrie und Maschinenbau,
  • Elektro- und Elektronikindustrie,
  • Medizin.

b) Innovative biobasierte, funktionelle und multifunktionelle Klebstoffe, die über zusätzliche Funktionen verfügen, zum Beispiel

  • Leitfähigkeit,
  • Brandhemmung,
  • Biozidwirkung,
  • Emissionsarmut,
  • lösbare Klebverbindungen,
  • Selbstheilung,
  • Abdichtung,
  • gesundheitliche Unbedenklichkeit.

c) Produkt- und Prozessinnovationen zur Entwicklung funktioneller, multifunktioneller Klebstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen auf Basis industriell, kommerziell verfügbarer biogener Rohstoffe bzw. biobasierter Vorprodukte

d) Innovationen zur Anpassung industrieller Prozesse der Herstellung oder der Applikation sowie der Klebstofftechnologie an neue, biobasierte Klebstoffsysteme

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Biobasierte Klebstoffe | So fördert das BMEL Ihr innovatives Projekt

Die Förderbekanntmachung zielt auf Verbundprojekte mit mehreren Partnern ab. Der Projektverbund soll möglichst Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft umfassen. Die Antragsberechtigung ist kaum eingeschränkt. Natürliche oder juristische Personen mit Niederlassung in Deutschland können Anträge stellen. Für Unternehmen gilt in der Regel ein Fördersatz von 50% auf die zuwendungsfähigen Kosten. Kleinen und mittleren Unternehmen KMU kann sogar ein höherer Fördersatz gewährt werden.

Das Antragsverfahren ist zweistufig und startet mit einer Projektskizze, die bis zum 15. Juni eingereicht werden muss. Wird diese Skizze positiv evaluiert, ist anschließend ein förmlicher Förderantrag einzureichen.

Planen Sie ein Projekt zu biobasierten Klebstoffen? Möchten Sie sich an diesem Förderaufruf beteiligen? Dann sprechen Sie unsere Fördermittelexperten und -expertinnen an. Wir prüfen Ihre Förderchancen und erarbeiten ggf. einen aussichtsreichen Förderantrag für Ihr Projekt. Gerne unterstützen wir Sie auch bei der Suche nach geeigneten Projektpartnern.

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