Bioökonomie International

Die Bundesregierung hat Anfang des Jahres die Nationale Bioökonomiestrategie verabschiedet, mit der sie den Wandel zu einer stärker auf erneuerbaren Ressourcen beruhenden, rohstoffeffizienteren und kreislauforientierten Wirtschaft unterstützen will. Weil die Bioökonomie in vielen Bereichen noch in den Kinderschuhen steckt, fördert der Bund natürlich auch Forschung, Entwicklung und Innovation in diesem Bereich. Von der neuen Förderrichtlinie Bioökonomie International sollen jetzt auch FuE-Projekte mit internationalen Partnern profitieren. Planen Sie ein internationales Projekt? Dann sprechen Sie uns an. Wir unterstützen Sie gerne bei der Antragstellung.

Bioökonomie
  • Zuschüsse für Forschung, Entwicklung, Innovation im Bereich Bioökonomie.
  • Förderung von internationalen Verbundprojekten.
  • Antragstellung bis zum 17.08.20

Die Voraussetzungen für eine internationale Zusammenarbeit im Bereich der Bioökonomie sind gut. Laut bioökonomie.de, einer Initiative des BMBF, ist der bioökonomische Gedanke zwar noch nicht in allen Ländern forschungsstrategisch verankert, aber auf jeden Fall auf dem Vormarsch (externer Link).

Unternehmen, Hochschulen usw., die im internationalen Verbund an einem der folgenden Themen arbeiten wollen, haben also eine Chance, über Bioökonomie International gefördert zu werden:

  • Biologisches Wissen als Schlüssel der Bioökonomie (Mikroorganismen, Algen, Pilze, Bakterien, Pflanzen, Insekten etc.)
    • Verständnis und Modellierung von biologischen Systemen
    • Erforschung und Etablierung neuartiger Produktionsorganismen für die Primärproduktion und die industrielle Produktion
    • Entwicklung bzw. Weiterentwicklung innovativer biotechnologischer Verfahrenskonzepte für biobasierte Produktionssysteme
    • Forschungsarbeiten, die auf die nachhaltige Erzeugung biogener Ressourcen abzielen
  • Konvergierende Technologien und disziplinübergreifende Zusammenarbeit (Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Nanotechnologie, Automatisierung, Miniaturisierung etc.)
  • Grenzen und Potenziale der Bioökonomie
  • Transfer in die Anwendung (Wertschöpfungsnetze etc.)
  • Bioökonomie und Gesellschaft (Wechselwirkungen, Zielkonflikte etc.)
  • Globale Forschungskooperationen

Achtung: Der Fördergeber sieht den Baustein Biologisches Wissen als Schlüssel der Bioökonomie als Schwerpunkt der Ausschreibung.

Bioökonomie International | Wer wird gefördert? Wie wird gefördert?

Es werden nur internationale Verbundprojekte gefördert. Besonders erwünscht sind Projekte mit Partnern aus

  • Argentinien,
  • Australien,
  • Chile,
  • China,
  • Indien,
  • Kanada,
  • Kolumbien,
  • Malaysia,
  • Russland und
  • Vietnam.

Projekte mit Partner aus EU-Ländern werden hingegen gar nicht gefördert.

Einen Zuschuss über Bioökonomie International können nur die deutschen Projektbeteiligten erhalten. Dies können Unternehmen, Hochschulen, Forschungszentren usw. sein. Die ausländischen Partner müssen sich gegebenenfalls vor Ort um eine Förderung bemühen. Sie müssen aber auf jeden Fall ihr finanzielles Engagement mithilfe eines verbindlichen, unterzeichneten Schreibens nachweisen.

Für Unternehmen gilt in der Regel ein Fördersatz von 50% auf die zuwendungsfähigen Kosten. Für Projektpartner aus der Wissenschaft kann für nicht-wirtschaftliche Tätigkeiten ein höherer Fördersatz gelten.

Das Antragsverfahren ist zweistufig und startet mit einer Projektskizze, die zum 17.08.20 eingereicht werden muss. Wird die Skizze positiv evaluiert, ist anschließend ein förmlicher Förderantrag einzureichen. Die Projekte sollen in der Regel nicht länger als 36 Monate laufen.

Bioökonomie ist Ihr Thema? Sie planen ein entsprechendes Projekt mit internationalen Partnern und interessieren sich deshalb für diese Fördermöglichkeit? Dann sprechen Sie bitte unsere Expertinnen an. Wir erarbeiten einen aussichtsreichen Förderantrag für Sie und unterstützen Sie auch gerne bei der Suche nach geeigneten Projektpartnern.

P.S.: Kennen Sie schon unsere Road to Innovation Success?