Digitale Food Industrie

Die Food Industrie und die Industrie 4.0 werden meistens nicht in einem Atemzug genannt. Dabei könnten I4.0-Technologien von großem Nutzen für die Herstellung und Vermarktung von Lebensmitteln sein. Deshalb will das Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung (BMEL) jetzt entsprechende Innovationen anstoßen.

digitale food industrie
  • Förderung von Einzelprojekten und Verbundvorhaben.
  • Antragsberechtigt sind kleine, mittlere und große Unternehmen.
  • Einreichungsstichtag ist der 23.05.19.

Die Industrie 4.0, die intelligente, durch Informations- und Kommunikationstechnologie ermöglichte, Vernetzung von Maschinen und Abläufen in der Industrie, ist in Deutschland weiterhin ein großes Thema. Kein Wunder, erwartet doch zum Beispiel das Fraunhofer-Institut IAO für sechs Branchen bis zum Jahr 2025 ein zusätzliches Wertschöpfungspotenzial von rund 78 Mrd. Euro.

Die deutsche Food Industrie, mit rund 580.000 Beschäftigten einer der wichtigsten Wirtschaftszweige hierzulande (Quelle, externer Link), wird in der oben genannten Fraunhofer-Untersuchung nicht betrachtet und auch im Allgemeinen nicht als Leitbranche der Industrie 4.0 gesehen.

Digitale Food Industrie | BMEL fördert jetzt Innovationen

Das BMEL sieht aber ein großes Potenzial für die Anwendung von Industrie 4.0 Technologien in der Food Industrie und will deshalb jetzt entsprechende Innovationen anstoßen. Im Detail sollen Forschungs- und Entwicklungsprojekte zu folgenden Themen gefördert werden:

  • Produktion von Einzelstücken und Kleinstmengen mit Hilfe von innovativen Lösungsansätzen, um den damit verbundenen speziellen Herausforderungen innerhalb von komplexen Herstellungsprozessen zu begegnen. Dies schließt
    auch die Berücksichtigung von individuellen kundenspezifischen Kriterien bei Design, Konfiguration, Bestellung,
    Planung, Produktion und Betrieb einschließlich kurzfristiger Änderungswünsche ein.
  • Optimierte Entscheidungsfindung mittels digitaler Innovationen, welche eine durchgängige Transparenz in Echtzeit
    ermöglichen. Für die Produktion kann dies flexiblere Reaktionen auf Störungen im Sinne der Qualitätssicherung
    sowie eine standortübergreifende globale Optimierung bedeuten. Für Verbraucher und Produzenten ein Vertrauenszugewinn durch bspw. die Anwendung von Distributed-Ledger-Technologien.
  • Wertschöpfungspotenziale, beispielsweise durch innovative, nachgelagerte Dienstleistungen. Die Nutzung der durch
    die intelligenten Geräte erfassten vielfältigen und umfangreichen Daten (Big Data) durch intelligente Algorithmen für
    innovative Dienstleistungen bietet insbesondere KMUs und Start-ups ein großes Potential für die Entwicklung von
    B2B-Services für die Lebensmittelindustrie 4.0.
  • Flexibilisierung für eine dynamische Gestaltung der Unternehmensprozesse in unterschiedlichen Dimensionen wie
    Qualität, Zeit, Risiko, Robustheit, Preis, Umweltverträglichkeit etc. Hierdurch soll ein Beitrag zur digital basierten
    Optimierung bzw. Anpassung von Material(-einsatz), Lieferketten, Produktionsprozessen, Maschinen u.Ä. geleistet
    werden.
  • Steigerung der Ressourcenproduktivität und -effizienz durch Innovationen zur situationsbezogenen Optimierung der
    Produktionsprozesse über das gesamte Wertschöpfungsnetzwerk nicht nur nach, sondern auch während der Produktion fortlaufend. Es stehen nicht nur der Ressourcen- und Energieverbrauch sowie geringere Emissionen im
    Fokus, sondern insbesondere die Vermeidung von Lebensmittelabfällen

Es werden Einzelprojekte und Verbundprojekte mit mehreren Partnern gefördert. Antragsberechtigt sind kleine, mittlere und große Unternehmen mit Niederlassung in Deutschland. Hochschulen und außeruniversitäre Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen sind ebenfalls antragsberechtigt, wenn Sie hinreichend mit Unternehmen kooperieren.

Für Unternehmen ist ein Fördersatz von max. 50% auf die zuwendungsfähigen Kosten realistisch. Kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) kann ein höherer Fördersatz gewährt werden.

Das Antragsverfahren ist zweistufig und startet mit einer Projektskizze, die bis zum 23.05.19 eingereicht werden muss. Wird diese Skizze positiv evaluiert, ist anschließend ein förmlicher Förderantrag einzureichen.

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PNO Consultants kennt die Food Industrie und das Thema Industrie 4.0 gut. Wir sind mit den Prozessabläufen bei der Herstellung von Lebensmitteln vertraut und pflegen einen offenen Kontakt zu den einschlägigen Projektträgern. Für unsere Food Kunden werben wir regelmäßig hohe Zuschüsse für Innovationen, Investitionen und Energieeffizienz ein.

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