Digitalisierung der Gesundheitsversorgung

Das Gesundheitswesen nutzt die Chancen der Digitalisierung noch nicht genug. Das ist zumindestens die Meinung des Bundesforschungsministeriums und auch der Hintergrund der neuen Förderbekanntmachung Medizintechnische Lösungen für eine digitale Gesundheitsversorgung. Über die will das BMBF jetzt Produkt-, Prozess- oder Dienstleistungsinnovationen auf den Weg bringen, die die Patientenversorgung und die Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems gleichermaßen verbessern. Ist das Ihr Thema? PNO Consultants unterstützt Sie gerne bei der Beantragung dieser Förderung. Sprechen Sie uns jetzt an.

medizintechnik
  • Zuschüsse für Projekte, die Medizintechnik + IKT zusammenführen.
  • Förderung von Verbundprojekten.
  • Antragstellung bis zum 15.09.20.

Weit fortgeschritten und beispielhaft ist aus Sicht des BMBF die Digitalisierung des Gesundheitsversorgung im Bereich der bildgebenden diagnostischen Verfahren. Hier werden sehr große Datenmengen digital verarbeitet, analysiert und ausgetauscht. Damit die Digitalisierung in weiteren Bereichen der Gesundheitsversorgung Einzug halten kann, möchte das BMBF jetzt Forschungs- und Entwicklungsprojekte unterstützen, die sich innerhalb der unten genannten Themenbereiche bewegen. Die Projekte sollen dabei möglichst von branchenübergreifenden Konsortien zwischen Unternehmen der Medizintechnik und Unternehmen der Informations- und Kommunikationstechnik getragen werden.

Digitale Unterstützung

Digitale Unterstützung hält verstärkt Einzug in Diagnostik und Therapie, wo sie vorhandene Expertise ergänzt und beratend wirken kann. Die Kombination beständig wachsenden medizinischen Wissens mit individuellen und kontextabhängigen Informationen erschließt neuartige Versorgungsoptionen für Ärzte, Pflegepersonal und Patienten. Erfolgreiche Anwendungen finden sich bereits bei der Bilddiagnostik, Expertensystemen für Therapieentscheidungen oder einer Anamnese-Unterstützung per Smartphone. Die Verfügbarkeit relevanter Informationen und Ansprechpartner erleichtert zudem die Kommunikation zwischen den Akteuren und fördert die eigenverantwortliche Teilhabe der Patienten an der eigenen Gesundheitsversorgung (Patient Empowerment).

Digitale Therapien

Behandlungen von Patienten können heute gänzlich digital erfolgen. Therapeutisch wirksame Softwareprodukte umfassen beispielsweise internetbasierte Versorgungsangebote zur bereits etablierten Behandlung von Patienten oder speziell auf ein Krankheitsbild abgestimmte interaktive bis hin zu virtuellen Lösungen. Außerdem können digitale Therapien dazu dienen, den Behandlungsverlauf kontinuierlich zu überwachen und individuell anzupassen. Mobile Lösungen sind geeignet, das Anwendungsspektrum zeitlich und räumlich flexibel zu gestalten. Der persönliche Arzt-Patienten-Kontakt erfolgt ressourcenschonender und zielgerichteter.

Integrierte Versorgungsketten

Es werden Projekte unterstützt, die mehrere Phasen der gesundheitlichen Versorgung verbinden, beispielsweise durch eine Verzahnung von Diagnostik und Therapie. Digitale Technologien erlauben es auch zunehmend, einrichtungs- und sektorenübergreifende Anwendungen zur Verfügung zu stellen. Die kontinuierliche Begleitung der Patienten schafft einen Mehrwert für die Versorgung sowohl während eines Klinikaufenthalts als auch bei der Vernetzung mit der ambulanten Versorgung (z.B. mit Medizinischen Versorgungszentren, für Nachsorge oder Monitoring). Auch durch die Überwindung räumlicher Distanzen und den erleichterten Zugang zu Fachexpertise und Lotsenfunktionen lassen sich zunehmend Versorgungslücken schließen.

Strukturen für eine digitale Gesundheitsversorgung

Des Weiteren können FuE-Vorhaben gefördert werden, die Strukturen im Gesundheitswesen mit Blick auf eine digitale Gesundheitsversorgung nachhaltig verändern oder die Voraussetzungen für die Integration innovativer medizintechnischer Lösungen in eine digitale Gesundheitsversorgung verbessern sollen. Dabei soll ein offener und sicherer Zugang für Interessenten und Akteure des Gesundheitswesens gewährleistet sein. Dies schließt FuE-Verbundvorhaben, die insbesondere regulatorische Anforderungen im Zusammenhang mit digitalen Medizinprodukten adressieren, ein.

Die Liste der Themenfelder ist nur beispielhaft. Es können auch Projekte in nicht genannten Bereichen gefördert werden, solange die Lösungsansätze einen Beitrag zur digitalen Gesundheitsversorgung leisten.

Achtung: Zentrales Element der Projekte muss ein Medizinprodukt im Sinne des entsprechenden deutschen oder europäischen Rechtsrahmens sein.

digitale innovationen für die gesundheitsversorgung

Digitale Gesundheitsversorgung | Wer wird gefördert? Wie wird gefördert?

Es werden nur Verbundprojekte gefördert, das heißt Projekte, an denen mehrere Partner beteiligt sind. Antragsberechtigt sind  Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Hochschulen, ­Forschungseinrichtungen, forschende Kliniken.

Für Unternehmen gilt in der Regel ein Fördersatz von 50% auf die zuwendungsfähigen Kosten. Für Projektpartner aus der Wissenschaft kann für nicht-wirtschaftliche Tätigkeiten ein höherer Fördersatz gelten.

Das Antragsverfahren ist zweistufig und startet mit einer Projektskizze, die zum 15.09.20 eingereicht werden muss. Wird die Skizze positiv evaluiert, ist anschließend ein förmlicher Förderantrag einzureichen. Die Projekte sollen in der Regel nicht länger als 36 Monate laufen.

Die Digitalisierung der Gesundheitsversorgung ist Ihr Thema? Sie planen ein entsprechendes Projekt dazu und interessieren sich deshalb für diese Fördermöglichkeit? Dann sprechen Sie bitte unsere Expertinnen und Experten an. Wir erarbeiten einen aussichtsreichen Förderantrag für Sie und unterstützen Sie auch gerne bei der Suche nach geeigneten Projektpartnern.

P.S.: Kennen Sie schon unsere Road to Innovation Success?