Erforschung von COVID-19

Aufgrund des gegenwärtigen Ausbruchs des Corona-Virus Sars-CoV-2 öffnet das BMBF das Modul 3 Rapid Response der Richtlinie zur Förderung eines „Nationalen Forschungsnetzes zoonotische Infektionskrankheiten“.

Erforschung von COVID-19
  • Das Antragsverfahren ist EINSTUFIG.
  • Einreichung von Förderanträgen bis zum 11.05.20.
  • Förderung für Einzelvorhaben und kleine Forschungsverbünde.

Covid-19 | Was wird gefördert?

Modul 1 – Bekämpfung von COVID-19 durch frühe klinische Studien für die Anwendung bereits zugelassener, therapeutischer Ansätze auf Sars-CoV-2

Gefördert werden frühe klinische Studien der Phase I, I/II und ggf. II, bei denen die begründete Annahme besteht, dass sie sich auf Sars-CoV-2 übertragen lassen.

Modul 2 – Kontrolle von COVID-19 durch neue therapeutische und diagnostische Ansätze

Gefördert werden:

  • klinische Studien zur Ausweitung der Diagnosemöglichkeiten zum besseren Verständnis der Serologie und damit des Infektionsverlaufs, der Wirksamkeit von neuen therapeutischen Ansätzen und der Wirksamkeit von Infektions- und Übertragungskontrollmaßnahmen;
  •  die Entwicklung therapeutischer Ansätze in der späten präklinischen Phase (proof-of-concept-Studien) bis zur klinischen Prüfung der Phase I.

Modul 3 – Forschung, die zum Verständnis des Virus und dessen Ausbreitung beiträgt

  • Forschung zum Ursprung des Virus und zur Übertragung zwischen Tier und Mensch
  • Forschung zu humanpathogenen Eigenschaften des Virus, Infektionsketten und Ausbreitungsbedingungen;
  • Ansätze zur Prüfung der Übertragbarkeit existierender Tiermodelle auf Sars-CoV-2
  • Entwicklung neuer klinisch relevanter Tiermodelle und menschlicher Zellmodelle (z.B. Lungeninfektionsmodell);
  • Epidemiologische Ansätze;
  • Infektionsprävention (keine Impfstoffentwicklung) und  -kontrolle, auch zum Schutz Beschäftigter im Gesundheitswesen.
  • Forschung zu ethischen, rechtlichen und sozio-ökonomischen Implikationen (ELSA) im Zusammenhang mit dem Ausbruchsgeschehen.

Modul 4 – Unterstützung bereits laufender Forschungsprojekte zu Coronaviren

Unter Modul 4 kann für bereits laufende, öffentlich geförderte Forschungsprojekte zu Coronaviren bzw. relevanten ELSA-Forschungsprojekten an deutschen Forschungsinstitutionen eine Zuwendung für begrenzte Zusatzarbeiten (in Höhe von max. 50.000 Euro) beantragt werden

Covid-19 | Wer wird gefördert? Wie wird gefördert?

Gefördert werden Einzelvorhaben und in begründeten Ausnahmen kleine Forschungsverbünde (mit bis zu drei Partnern an verschiedenen Einrichtungen). Ebenfalls gefördert werden Einzelvorhaben deutscher Antragstellender, die sich an internationalen Forschungskonsortien im Rahmen der weltweiten und von der WHO-koordinierten Forschungsantwort zu COVID-19 beteiligen wollen.

Antragsberechtigt sind staatliche und staatlich anerkannte Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Ressortforschungseinrichtungen, Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitssystems (z.B. Gesundheitsämter, Landesgesundheitsämter) und der Gesundheitsversorgung (z.B. Krankenhäuser) sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft.

Das Antragsverfahren ist EINSTUFIG. Förderanträge müssen bis zum 11.05.20 eingereicht werden. Die Förderdauer beträgt bis zu 18 Monate.

Bitte sprechen Sie Frau Dr. Susann Pohlers an, wenn Sie sich an diesem Förderaufruf beteiligen wollen. Wir unterstützen Sie mit unserer Expertise gerne bei der Erstellung des Antrags oder reviewen Ihren Entwurf. Wir freuen uns auf Ihren Anruf oder Ihre E-Mail.

Wie schütze ich mich und andere vor dem Coronavirus?

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Quelle: Bundesgesundheitsministerium (externer Link)