Hybride Materialien HyMat2

In Hybridwerkstoffen werden unterschiedliche Materialien zusammengeführt. Durch die Kombination können sich deren Vorteile ergänzen oder es ergeben sich gänzlich neue Eigenschaften. Hybride Materialen (externer Link) sind für den Fahrzeugbau, die Luftfahrt, den Maschinenbau, die Medizintechnik usw. von Interesse und verfügen über ein großes Marktpotenzial. Deshalb unterstützt das Bundesforschungsministerium Innovationen zu Hybridmaterialien auch schon seit langem. Gleichwohl sieht das BMBF noch Verbesserungsmöglichkeiten bei der Herstellung, Verarbeitung und beim Recycling und will deshalb im Rahmen der neuen HyMAT2-Bekanntmachung entsprechende Projekte fördern.

hymat2 fördermittel für hybride materialien
  • Förderung von industriegeführten Verbundprojekten.
  • Kleine, mittlere und große Unternehmen sind antragsberechtigt.
  • Einreichung von Förderanträgen ist bis zum 15.01.20 möglich.

Hybride Materialien kommen durchaus exotisch daher. So gibt es zum Beispiel Holz-Metall-Schäume, textile Halbzeuge aus Natur- und Carbonfasern oder auch Metall-Kunststoff-Kombinationen für den Fahrzeugbau (Links jeweils extern). In Bezug auf die zu kombinierenden Materialien macht die HyMat2-Bekanntmachung aber keine Vorgaben. Vielmehr will das BMBF Projekte fördern, die sich mindestens einem der beiden Themenfelder zuordnen lassen:

Hybride Materialien HyMat2 | Werkstoffeigenschaften und Lebensdauer

  • Werkstoffeigenschaften
  • Prüfstandards
  • Upscaling von Produktionsprozessen
  • Entwicklung von Reparaturkonzepten

Hybride Materialien HyMat2| Recycling und Ressourceneffizienz

  • Design for Recycling (oder recyclinggerechte Konstruktion)
  • Recyclingverfahren
  • Entwicklung von Second Use Konzepten
  • Entwicklung leicht recyclingfähiger hybrider Materialien

Achtung: Es werden nur Projekte zu Materialkombinationen oder Verfahren gefördert, die bereits den Technology Readiness Level TRL 4 (externer Link) erreicht haben und deren Anwendungspotenzial nachgewiesen ist.

carbon fibres

Antragsberechtigt sind Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Es werden ausschließlich Verbundprojekte mit mehreren Partnern gefördert, wobei eine maßgebliche Beteiligung von Unternehmen an den Projekten notwendig ist. Für Unternehmen gilt in der Regel ein Fördersatz von 50% auf die zuwendungsfähigen Kosten. Für Projektpartner aus der Wissenschaft kann ein höherer Fördersatz gelten.

Das Antragsverfahren ist zweistufig und startet mit einer Projektskizze, die zum 15.01.20 eingereicht werden muss. Wird die Skizze positiv evaluiert, ist anschließend ein förmlicher Förderantrag einzureichen. Die Projekte sollen in der Regel nicht länger als 30 Monate laufen.

Hybride Materialien sind Ihr Thema? Sie planen ein entsprechendes Projekt dazu und interessieren sich deshalb für die HyMat2-Bekanntmachung? Dann sprechen Sie bitte unsere Expertinnen und Experten an. Wir erarbeiten einen aussichtsreichen Förderantrag für Sie und unterstützen Sie auch gerne bei der Suche nach geeigneten Projektpartnern.

P.S.: Kennen Sie schon unsere Road to Innovation Success?