Innovatives Kunstoffrecycling

Moderne Kunststoffe sind extrem vielfältig einsetzbar und deshalb in unserem Alltag quasi omnipräsent. Als Gebrauchsgegenstände, Kleidung, Verpackungen usw. Diese Liste könnte fast beliebig fortgesetzt werden. Nicht zuletzt durch die Diskussion um Mikroplastik, ist aber noch einmal deutlich geworden, dass Kunststoffe auch problematische Seiten haben. Recycling ist seit langer Zeit ein Baustein, um die Auswirkungen von Kunststoffen auf die Umwelt zu begrenzen. Allerdings wird im Moment nur ein geringer Anteil des Materials tatsächlich im Kreislauf geführt. Deshalb will das Bundesforschungsministerium über die Förderbekanntmachung KuRT jetzt Projekte fördern, die einen Beitrag zum Ausbau der Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe leisten.

kurt kunststoffrecylcling technologien
  • Förderung in zwei Phasen (Konzeption, anschließend Umsetzung).
  • Antragsberechtigt sind Unternehmen, Hochschulen, ­Forschungseinrichtungen usw.
  • Antragstellung bis zum 30.10.20 möglich.

Hintergrund der neuen KuRT-Förderbekanntmachung ist, dass Deutschland zwar eine Kunststoff-Verwertungsquote von fast 100% hat (2017), der größere Teil der Kunststoffabfälle allerdings lediglich energetisch verwertet wird. Hinzu kommt, dass die deutsche Kunststoffindustrie im Jahr 2017 12,6 Mio. Tonnen Kunststoffe aus Primärrohstoffen verarbeitete, aber nur rd. 1,8 Mio. Tonnen Rezyklate (Quelle, externer Link).

Mit KuRT will das BMBF einen Beitrag dazu leisten, dass die Recyclingquote steigt und mehr Rezyklate verarbeitet werden. Dazu will das Ministerium innovative Projekte fördern, die sich den folgenden Schwerpunkten zuordnen lassen:

  • Weiterentwicklung innovativer Verfahren zum chemischen bzw. rohstofflichen Recycling zur Bereitstellung von Ausgangsstoffen für die Chemieindustrie
  • Weiterentwicklung von werkstofflichen und rohstofflichen Verfahren bezüglich Qualität und Reinheit der Rezyklate, Qualitätssicherung, Flexibilität und Wirtschaftlichkeit der Verfahren (Bündelung von Stoffströmen, intelligente Steuerung usw.)
  • Innovative Sortierlösungen für Kunststoffabfälle und weitere Ansätze zur Erhöhung der Nutzungseffizienz, der ­Rezyklatqualitäten sowie der Rezyklateinsatzquoten (inkl. Produktionstechnologien)
  • Konzepte, Technologien und Demonstration für das gemeinsame Recycling von Kunststoffen und werthaltigen anorganischen Additiven
  • Neue Ansätze zur Förderung der Nachfrage nach bzw. des Einsatzes von Post-Consumer-Kunststoffrezyklaten (z.B. Klassifizierungssysteme für die Qualität, Anwenderinformationen)
  • Design-for-Sustainability-Konzepte für Kunststoffprodukte in relevanten Anwendungsbereichen, z.B. in den Bereichen Verpackungen, Bauprodukte, Elektro- und Elektronikgeräte, Fahrzeuge
    • Substitution von problematischen Zusatzstoffen
    • Reduktion der Komplexität von Kunststoffabfällen (z.B. Standardisierung von Komponenten)
    • Konzepte zur längeren Nutzung von Kunststoffprodukten und -materialien
    • Ausbau der Kaskadennutzung für bestimmte degradierende Stoffgruppen
    • usw.

Achtung: Vorhaben mit einem Schwerpunkt zur Entwicklung von Biokunststoffen bzw. biotechnologischen Methoden und Verfahren werden nicht gefördert.

recycling von plastik abfällen

KuRT Kunststoffrecycling| Wer wird gefördert? Wie wird gefördert?

Antragsberechtigt sind  Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Hochschulen, ­Forschungseinrichtungen usw. Für Unternehmen gilt in der Regel ein Fördersatz von 50% auf die zuwendungsfähigen Kosten. Für Projektpartner aus der Wissenschaft kann für nicht-wirtschaftliche Tätigkeiten ein höherer Fördersatz gelten.

Die Förderung erfolgt in den folgenden zwei Phasen:

Anträge auf Förderung einer Konzeptphase müssen bis 30.10.20 eingereicht werden. In dieser Phase sollen

  • Lösungen für wesentliche Anwendungsbereiche von Kunststoffen im Rahmen der Kreislaufwirtschaft ausgearbeitet werden,
  • die erforderlichen Partner eingebunden werden und
  • die dafür notwendigen technischen und organisatorischen Entwicklungen vorbereitet werden.

Die Förderung in der Konzeptphase erfolgt in Form eines Einzelvorhabens, das durch einen Partner stellvertretend für einen geplanten Projektverbund beantragt wird. Die Konzeptphase darf höchstens neun Monate dauern und wird mit max. 150.000,- EUR gefördert.

Im Anschluss werden aus den vorliegenden Konzepten die besten ausgewählt. Projektverbünde erhalten für einen Zeitraum von in der Regel drei Jahren eine Förderung, um ihr Konzept im großtechnischen Maßstab zu realisieren und demonstrieren (Umsetzungsphase).

KuRT Kunststoffrecycling| Interessiert? Dann sprechen Sie uns an!

Kunststoffrecycling ist Ihr Thema? Sie planen ein innovatives Projekt dazu und interessieren sich deshalb für die Förderbekanntmachung KuRT? Dann sprechen Sie uns an. Wir erörtern die Förderchancen Ihres Projektes und erarbeiten ggf. einen aussichtsreichen Förderantrag für Sie. PNO Consultants ist mit Projekten in Sachen Umwelt und Kunststoffrecycling bestens vertraut:

PEPPCYCLE (externer Link)

„Global production of plastic amounted to 322 million tonnes in 2015, with European demand of 49 million tonnes. … Over 40% of plastic is used in packaging, its most common use. However, only 40% of that packaging is recycled, mainly containers and bottles made from polypropylene (PP) and high-density polyethylene (HDPE). Improvements in sorting technology could help increase the recycling rate. LIFE PEPPCYCLE will establish two large-scale lines for sorting and recycling HDPE and PP from mixed waste streams. The recovered material will be processed into high-quality recyclates, which can be used for the consumer goods market.“

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