Kunststoffverpackungen reduzieren

Dass Lebensmittel vielfach in Kunststoff verpackt werden, hat seinen guten Grund. Kunststoffverpackungen sind leicht, hygienisch und schützen vor Beschädigung usw. Aber die Verwendung von Kunststoffen hat auch Nachteile, wie zum Beispiel den Eintrag von Kunststoffpartikeln in Böden und Gewässer. Deshalb möchte das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft BMEL das Aufkommen an Kunststoffverpackungen im Food-Sektor reduzieren. Innovationen spielen hierbei eine sehr große Rolle. Deshalb hat das Ministerium eine neue Förderbekanntmachung veröffentlicht. Hier erfahren Sie, ob diese Bekanntmachung interessant für Sie ist.

zero waste food verpackungen
  • Förderung von Innovationen zur Reduzierung von Kunststoffverpackungen.
  • Bevorzugt werden Verbundvorhaben entlang der Lebensmittelkette gefördert.
  • Einreichung von Projektskizzen bis zum 18.03.21.

Im Jahr 2017 fielen in Deutschland rund 18,7 Mio. Tonnen Verpackungen an. Davon waren rund 3,2 Mio. Tonnen Kunststoffverpackungen. Mit 226,5 Kilogramm pro Kopf und Jahr lag der Verpackungsverbrauch in Deutschland deutlich über dem europäischen Durchschnitt von 173,4 Kilo pro Kopf. Lebensmittelverpackungen aus Kunststoff haben an diesem Aufkommen einen großen Anteil, da Lebensmittelindustrie und -handel mit zu den größten Abnehmern von Verpackungskunststoffen gehören (Quelle, externer Link).

Vor diesem Hintergrund will das BMEL jetzt FuE-Projekte fördern, die auf eine Reduzierung von Kunststoffverpackungen und -abfällen entlang der Lebensmittelkette abzielen. Themen für Förderprojekte sieht das Ministerium in den folgenden Bereichen.

Entwicklung und Optimierung von Verpackungslösungen mit reduziertem Kunststoffeinsatz

  • Entwicklung von Verpackungen aus alternativen, umweltfreundlichen und recyclingfähigen Materialien
  • Innovative Lösungen zur Kunststoffreduktion in Verpackungen
  • Verpackungsreduktion durch Anpassungen in der Produktion und der Logistik
  • Mehrweg-Verpackungen unter Berücksichtigung eines systemübergreifenden Ansatzes
  • Systemlösungen für den verpackungslosen Verkauf

Weiterentwicklung der Kreislaufwirtschaft von Kunststoffverpackungen

  • Entwicklung recyclingfähiger Materialien
  • Optimierung des Verpackungsdesigns
  • Praxistauglicher Einsatz von Rezyklaten
  • Verbesserungen in der Steuerung der Stoffströme
  • Entwicklung und Etablierung innovativer digitaler Tools für eine optimierte Kreislaufwirtschaft

Akzeptanz und Verhaltensänderung bei Verbraucherinnen und Verbrauchern

  • Entwicklung und Etablierung innovativer digitaler Tools für die Förderung des Einsatzes nachhaltiger Verpackungslösungen
  • Schaffung neuartiger Anreizsysteme für nachhaltige Verpackungslösungen

sektor agrar food

Kunststoffverpackungen reduzieren | So fördert das BMEL Ihr innovatives Projekt

Das BMEL empfiehlt, möglichst mehrere Partner entlang der Wertschöpfungskette in das Projekt einzubeziehen (Verbundprojekt), um eine Umsetzung zu gewährleisten. Antragsberechtigt sind Unternehmen jeder Größe mit Sitz oder Niederlassung in Deutschland. Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind in Kooperation mit Unternehmen antragsberechtigt. Die Antragstellung von Startups wird ausdrücklich begrüßt. Für Unternehmen gilt in der Regel ein Fördersatz von 50% auf die zuwendungsfähigen Kosten. Kleinen und mittleren Unternehmen KMU kann sogar ein höherer Fördersatz gewährt werden.

Das Antragsverfahren ist zweistufig und startet mit einer Projektskizze, die bis zum 18.03.21 eingereicht werden muss. Wird diese Skizze positiv evaluiert, ist anschließend ein förmlicher Förderantrag einzureichen.

Sie beschäftigen sich mit der Reduzierung von Kunststoffverpackungen? Sie planen ein innovatives Projekt dazu und möchten deshalb diese Förderung beantragen? Dann sprechen Sie uns an. Wir prüfen Ihre Förderchancen und erarbeiten ggf. einen aussichtsreichen Förderantrag für Ihr Projekt. 

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