Mensch-Technik-Interaktion

Die Mensch-Technik-Interaktion MTI ist ein Zukunftsthema. Ein neues Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung BMBF richtet sich jetzt gezielt an Startups, die in diesem Bereich tätig sind.

Mensch-Technik-Interaktion
  • Förderung für Startups.
  • Erweiterte Antragsberechtigung in Verbundvorhaben.
  • Zweistufiges Antragsverfahren.

Deutschland gilt nicht gerade als Paradies für Startups. Und tatsächlich geht die Zahl der Gründungen in den letzten Jahren kontinuierlich zurück. Im KfW-Gründungsmonitor (externer Link) heißt es dazu: „Gestützt durch die gute Binnenkonjunktur hat sich die seit Jahren rückläufige Gründungstätigkeit in Deutschland 2018 stabilisiert. Die Zahl der Existenzgründer ist mit 547.000 im Vergleich zum Vorjahr nur noch leicht gesunken …“ Außerdem stellt der Gründungsmonitor fest, dass der Zuwachs bei innovativen bzw. digitalen Gründern 2017 offenbar nur von vorübergehender Natur war. Deren Anteile am gesamten Gründungsgeschehen fielen im Jahr 2018 mit 11% bzw. 22% wieder auf das Niveau von vor zwei Jahren. Sicher keine gute Entwicklung für den Innovationsstandort Deutschland.

Im Rahmen eines neuen Förderprogramms spricht das BMBF die oben genannte Problematik explizit an und will als Beitrag zur Trendumkehr jetzt Ausgründungen und Startups fördern, die sich mit dem Zukunftsthema Mensch-Technik-Interaktion beschäftigten wollen.

Startups sind im Sinne des Programms junge Unternehmen, die weniger als 5 Jahre am Markt sind, über innovative Technologien bzw. Geschäftsmodelle verfügen und ein signifikantes Mitarbeiter- bzw. Umsatzwachstum aufweisen oder anstreben.

Mensch-Technik-Interaktion | Diese Themen will das BMBF fördern

Das BMBF fasst die Mensch-Technik-Interaktion im neuen Förderprogramm sehr weit. Im Detail können Projekte zu folgenden Themen gefördert werden:

  • Intelligente Mobilität (Fahrerassistenzsysteme, Intentionserkennung, vernetzte Mobilitätslösungen usw.)
  • Digitale Gesellschaft (intelligente Assistenz, Robotik, Technologien für das Wohnen/Wohnumfeld, vernetzte Gegenstände und Interaktionskonzepte usw.)
  • Gesundes Leben (interaktive körpernahe Medizintechnik, intelligente Präventionslösungen, Pflegetechnologien usw.)

Die Förderung gliedert sich in die folgenden beiden Module:

Modul 1: Forschungsteams fördern

Gefördert werden MTI-Innovationen an Hochschulen oder Forschungseinrichtungen. Die eigentliche Unternehmensgründung ist nicht Bestandteil der Förderung. Dieses Modul wird hier nicht näher betrachtet.

Modul 2: Thematische Einzel- und Verbundvorhaben

Über Modul 2 werden Forschungs- und Entwicklungsprojekte zu den oben genannten MTI-Themen gefördert. Startups stehen dabei im Mittelpunkt. Sie können ihr FuE-Projekt alleine durchführen oder als Partner in einem Verbundprojekt mit mehreren Beteiligten. Im Rahmen eines Verbundprojektes werden auch Unternehmen mit bis zu 1.000 Mitarbeitern sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen gefördert. Achtung: Verbundprojekte ohne Beteiligung eines Startups werden nicht gefördert.

Mensch-Technik-Interaktion | So wird gefördert

Für Unternehmen gilt ein Fördersatz von bis zu 50% auf die zuwendungsfähigen Projektkosten. Die Förderintensität kann für Startups und KMU erhöht werden. Startups können für Ihr Förderprojekt einen Zuschuss von max. 400.000,- EUR erhalten.

Das Antragsverfahren ist zweistufig und startet mit einer Projektskizze. Einreichungsstichtage für Skizzen sind der 15. Januar und der 15. Juli eines Jahres. Wird diese Skizze positiv evaluiert, ist anschließend ein förmlicher Förderantrag einzureichen. Die Förderung ist auf einen Zeitraum von drei Jahren ausgelegt.

Mensch-Technik-Interaktion ist Ihr Thema? Sie planen ein entsprechendes Projekt dazu und interessieren sich deshalb für dieses Förderprogramm? Dann sprechen Sie bitte unsere Expertinnen und Experten an. Wir erarbeiten einen aussichtsreichen Förderantrag für Sie.

P.S.: Kennen Sie schon unsere Road to Innovation Success?