ProLern Lernende Produktionstechnik

Mit ihrer vor einem Jahr vorgestellten nationalen Strategie Künstliche Intelligenz (externer Link) will die Bundesregierung Deutschland in diesem zukunftsträchtigen Technologiebereich an die Weltspitze führen. Deshalb kommen mehr und mehr Förderbekanntmachungen mit KI-Bezug auf den Markt. Im Rahmen der neuen Bekanntmachung Lernende Produktionstechnik ProLern will das Bundesforschungsministerium der KI den Weg in die Produktionstechnik ebnen. Dem BMBF schweben dabei Anwendungen in den Bereichen Arbeitsvorbereitung und Maschinenbedienung, Anlagensteuerung, Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle, Instandhaltung vor.

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  • Förderung von Verbundprojekten.
  • In der Regel 50%-Förderung für Unternehmen.
  • Einreichung von Förderanträgen ist bis zum 14.02.20 möglich.

Künstliche Intelligenz soll der Produktionstechnik aus Deutschland dabei helfen, aktuelle Herausforderungen zu meistern. Damit ist zum Beispiel der Trend zur Individualisierung von Produkten und damit zu kleineren Losgrößen gemeint.

Ermöglicht wird die Integration von KI in der Produktionstechnik letztendlich auch durch die Industrie 4.0, einer weiteren Zukunftstechnologie (externer Link), die BMBF und BMWi massiv unterstützen. Im Rahmen von I4.0 werden Maschinen und Anlagen nämlich verstärkt mit Sensoren ausgestattet und vernetzt. Die dabei erfassten betriebs- und produktspezifischen Daten sind „Futter“ für die Künstliche Intelligenz. Weitere Daten stehen aus der Produktentwicklung, der Arbeitsvorbereitung und der Qualitätskontrolle zur Verfügung.

Vor diesem Hintergrund möchte das BMBF innovative Projekte mit folgenden Themenschwerpunkten fördern:

  • Methoden zur Identifikation eines zweckmäßigen Umfangs der Anwendung von Maschinenintelligenz und -autonomie
  • Steuerungs- und Regelungsstrukturen zur einfachen Integration von KI-Methoden
  • Lernstrategien für die Maschinen und Befähigung der Bediener, diese zu bewerten und umzusetzen
  • Strategien zur Sensorintegration in Maschinen für die KI-Anwendung
  • Aufbereitung, Interpretation, Verarbeitung und Nutzung von Daten; auch durch das Einbeziehen von Domänenwissen und bedienerfreundlicherer Expertensysteme
  • Gewährleistung der Datenhoheit und -sicherheit sowie des Zugangs zu den Daten
  • Aktionen bei Änderungen von Maschinenzuständen, technologischen Parametern oder Bauteileigenschaften während der Fertigung möglichst in Echtzeit
  • neue Bedienkonzepte und Mensch-Maschine-Schnittstellen und deren Akzeptanz

Achtung: Die Projekte sollen sich auf Umformen, Trennen, Fügen, Beschichten, Stoffeigenschaften ändern sowie die Additive Fertigung beziehen.

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Lernende Produktionstechnik | Wer wird gefördert? Wie wird gefördert?

Antragsberechtigt sind Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen.  Es werden ausschließlich Verbundprojekte mit mehreren Partnern gefördert. Verbünde, an denen kleine und mittlere Unternehmen KMU signifikant beteiligt sind, werden bevorzugt. Für Unternehmen gilt in der Regel ein Fördersatz von 50% auf die zuwendungsfähigen Kosten. Für Projektpartner aus der Wissenschaft kann ein höherer Fördersatz gelten.

Das Antragsverfahren ist zweistufig und startet mit einer Projektskizze, die zum 10.02.20 eingereicht werden muss. Wird die Skizze positiv evaluiert, ist anschließend ein förmlicher Förderantrag einzureichen. Die Projekte sollen in der Regel nicht länger als 36 Monate laufen.

Produktionstechnik, Künstliche Intelligenz, Industrie 4.0 sind Themen, mit denen Sie sich beschäftigen? Sie planen ein entsprechendes Projekt dazu und interessieren sich deshalb für diese Fördermöglichkeit? Dann sprechen Sie bitte unsere Expertinnen und Experten an. Wir erarbeiten einen aussichtsreichen Förderantrag für Sie und unterstützen Sie auch gerne bei der Suche nach geeigneten Projektpartnern.

P.S.: Kennen Sie schon unsere Road to Innovation Success?