Zukunftslabore Künstliche Intelligenz

Mit ihrer im November 2018 vorgestellten nationalen Strategie Künstliche Intelligenz (externer Link) will die Bundesregierung Deutschland in diesem zukunftsträchtigen Technologiebereich an die Weltspitze führen. Deshalb kommen mehr und mehr Förderbekanntmachungen mit KI-Bezug auf den Markt. Zum Beispiel die Bekanntmachung „Internationale Zukunftslabore zur künstlichen Intelligenz“, die KI-Spitzenforschung in Deutschland auf den Weg bringen soll.

künstliche intelligenz
  • Förderung von Einzel- und Verbundvorhaben zur Künstlichen Intelligenz.
  • Bis zu 5 Mio. EUR Förderung je Vorhaben.
  • Einreichung von Projektskizzen bis zum 21.06.19.

Damit die Zukunftslabore Künstliche Intelligenz den hohen Anspruch des Bundesforschungsministeriums BMBF (Spitzenkräfte, Spitzenforschung) erfüllen, muss ihre Konzeption die folgenden drei Aspekte zwingend berücksichtigen:

Exzellenz und internationale Vernetzung

  • Ein Zukunftslabor soll sich zu zwei Dritteln aus renommierten Wissenschaftlern aus dem Ausland und zu einem Drittel aus ausgewiesenen Wissenschaftlern aus Deutschland zusammensetzen.

Wissens- und Technologietransfer

  • Im Hinblick auf den beabsichtigten Beitrag zum Wissens- und Technologietransfer wird die Beteiligung von Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft ausdrücklich begrüßt.

Nachhaltigkeit, Information und Sichtbarkeit

  • Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in den Zukunftslaboren sollen in Deutschland stattfinden. Deshalb werden ausschließlich physische Einrichtungen in Deutschland – und keine virtuellen Netzwerke – gefördert.

Zukunftslabore Künstliche Intelligenz | An welchen Forschungsthemen soll gearbeitet werden?

Inhaltlich sollen die Zukunftslabore diese Forschungs- und Entwicklungsthemen abdecken:

  • Deduktionssysteme, maschinelles Beweisen: Ableitung formaler Aussagen aus logischen Ausdrücken, Systeme zum Beweis der Korrektheit von Hardware und Software.
  • Wissensbasierte Systeme: Methoden zur Modellierung und Erhebung von Wissen, Software zur Simulation menschlichen Expertenwissens und Unterstützung von Experten, zum Teil auch verbunden mit Psychologie und Kognitionswissenschaften.
  • Musteranalyse und Mustererkennung: Induktive Analyseverfahren, insbesondere auch maschinelles Lernen.
  • Robotik: Autonome Steuerung von Robotik-Systemen, d.h. autonome Systeme.
  • Intelligente multimodale Mensch-Maschine-Interaktion: Analyse und „Verstehen“ von Sprache, Bildern, Gestik und anderen Formen menschlicher Interaktion.

Antragsberechtigt sind Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft.

Es werden Einzelprojekte und Verbundvorhaben mit mehreren Partnern gefördert. An den Vorhaben sollen Organisationen aus mindestens drei Partnerländern (inkl. Deutschland) zusammenarbeiten. In jedem Vorhaben soll eine multinationale Forschungsgruppe gebildet werden (neun bis zwölf Forschende).

Für Unternehmen gilt ein Fördersatz von 50% auf die zuwendungsfähigen Kosten. Hochschulen und Forschungseinrichtungen können (für nicht-wirtschaftliche Tätigkeiten) eine Förderung von bis zu 100% auf ihre zuwendungsfähigen Ausgaben bzw. Kosten bekommen.

Das Antragsverfahren ist zweistufig und startet mit einer Projektskizze, die bis zum 21.06.19 eingereicht werden muss. Wird diese Skizze positiv evaluiert, ist anschließend ein förmlicher Förderantrag einzureichen. Die Förderprojekte sollen max. drei Jahre dauern.

Künstliche Intelligenz ist Ihr Thema? Sie möchten ein KI Zukunftslabor aufbauen? Dann sprechen Sie bitte unsere Experten an. Wir erarbeiten einen aussichtsreichen Förderantrag für Ihr Projekt und unterstützen Sie auch gerne bei der Suche nach geeigneten Projektpartnern.

 P.S.: Kennen Sie schon unsere Road to Innovation Success?