Bei der Forschungszulage geht noch was

Das Bundesfinanzministerium BMF hat erste Zahlen zur Nutzung der Forschungszulage FZulG veröffentlicht. Und zwar im Rahmen einer Antwort auf eine Anfrage aus dem Bundestag (Drucksache 19/26646 vom 12.02.21). Was sagen diese Zahlen über die Nachfrage nach der FZulG aus?

die forschungszulage ist interessant für innovative unternehmen und startups

Die Zahlen, die das BMF nennt, beziehen sich auf den ersten Verfahrensschritt auf dem Weg zur Forschungszulage, den Antrag auf Bescheinigung bei der BSFZ (Bescheinigungsstelle Forschungszulage). Die BSFZ prüft, ob das Forschungs- und Entwicklungsvorhaben förderfähig ist. Mit der BSFZ-Bescheinigung kann das innovative Unternehmen anschließend die Zulage beim Finanzamt beantragen.

BSFZ Anträge

Bei der BSFZ gingen von deren Start Mitte September 2020 bis zum 31.01.21 904 Anträge auf Bescheinigung ein. Die Anträge umfassten insgesamt 1.451 FuE-Vorhaben (in einem Antrag können mehrere Projekte beschrieben werden).

Von diesen Anträgen hat die BSFZ bis Ende Januar 2021 189 Anträge geprüft und davon 158 Anträge (rd. 84%) positiv beschieden. Das heißt, dass die antragstellenden Unternehmen die notwendige Bescheinigung für das Finanzamt erhalten haben.

Überwiegend KMU, die einen Antrag stellen

Außerdem geht aus der Antwort des BMF hervor, welche Unternehmen die Forschungszulage bisher beantragt haben, nämlich überwiegend KMU:

  • Kleinstunternehmen (max. 9 Beschäftigte): 177
  • kleine und mittlere Unternehmen (10 bis 249 Beschäftigte): 387
  • Großunternehmen (250 und mehr Beschäftigte): 169
  • total: 733

Achtung: 904 Anträge von 733 Unternehmen. Einzelne Unternehmen haben also mehrere Anträge gestellt.

Bei der Zahl der Anträge ist noch deutlich Luft nach oben

Aus Sicht der von PNO Consultants ist die Nachfrage nach der Forschungszulage noch etwas verhalten. Es handelt sich bei der FZulG ja ausdrücklich um eine Breitenförderung, die von möglichst vielen Unternehmen in Anspruch genommen werden soll, um deren Innovationstätigkeit zu unterstützen. Zum Vergleich: Im klassischen Innovationsförderprogramm ZIM wurden seit Anfang 2020 im monatlichen Schnitt 315 Projekte bewilligt (Quelle, externer Link).

Auf der anderen Seite ist die FZulG noch recht neu und im Kreis der innovativen Unternehmen wahrscheinlich noch nicht bekannt genug. Deshalb gehen wir davon aus, dass die Nachfrage nach der FZulG sukzessive steigen wird.

Ringo Thomas, Forschungszulagen-Experte bei PNO Consultants, rät jedenfalls zu einer zeitnahen Beantragung der Forschungszulage: „Bei einer zeitnahen Beantragung der Bescheinigung können Sie vom First-Mover-Bonus profitieren. Zum Beispiel beim State-of-the-Art-Vergleich. Deshalb empfehle ich, vor der Welle zu schwimmen. Die Nachfrage nach der Forschungszulage wird im Laufe des Jahres deutlich ansteigen.“

Bewilligungsquote könnte höher sein

Etwas überraschend ist auch, dass von 189 geprüften Anträgen nur 158 Anträge positiv beschieden wurden. Dies entspricht einer Bewilligungsquote von rd. 84%. Ein Grund hierfür könnte sein, dass die Bescheinigung für Projekte beantragt wurde, die nicht den Förderkriterien entsprachen – für die vor Einreichung also keine Call-fit-Analyse durchgeführt wurde. Oder beim Antrag auf Bescheinigung wurden formale Fehler gemacht oder das FuE-Projekt wurde nicht entsprechend der inhaltlichen Anforderung der BSFZ beschrieben.

Dazu Peter Stuckert von PNO Consultants: „Der Online-Antrag ist sehr kurz. Da ist die Herausforderung, das Projekt in wenigen Worten überzeugend zu beschreiben. Das hat bei den Anträgen, die wir bisher für Kunden eingereicht haben, aber immer geklappt. Die wurden alle bewilligt.“

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Interessiert? PNO Consultants kann Sie bei der Forschungszulage unterstützen!

PNO Consultants ist eine Full-Service-Fördermittelberatung, die sich mit der Forschungszulage und den klassischen FuE-Förderprogrammen der EU, des Bundes und der Länder auskennt. Wir wählen aus der großen Zahl von Fördermöglichkeiten zusammen mit Ihnen die beste Förderoption für Ihr Projekt aus.

Das kann die Forschungszulage sein und in diesem Fall erarbeiten wir für Sie einen aussichtsreichen Antrag auf  FuE-Bescheinigung bei der BSFZ und reichen diesen auch online ein. Mit der erteilten Bescheinigung können Sie oder Ihr Steuerberater dann die Forschungszulage beim Finanzamt beantragen.

Interessiert? Dann sprechen Sie uns an. Wir freuen uns auf Ihren Anruf oder Ihre E-Mail.