BMWi verbessert Energieeffizienzförderung

Das Bundeswirtschaftsministerium hat seine Förderprogramme für Energieeffizienz in der Wirtschaft novelliert und in diesem Zuge noch einmal verbessert. Besonders interessant: Es werden jetzt auch Projekte zur Steigerung der Ressourceneffizienz gefördert. PNO Consultants gibt Ihnen hier einen Überblick über die Verbesserung der BMWi-Förderung.

Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft

Das BMWi hat seine Energieeffizienzförderung verbessert: Jetzt auch Förderung für Ressourceneffizienz

Novelliert hat das BMWi die Bundesförderung für Energieeffizienz in der Wirtschaft, landläufig bekannt als BAFA Module 1 bis 4, sowie den Förderwettbewerb Energieeffizienz.

Beim BAFA Modul 1 Querschnittstechnologien hat sich nichts geändert. Hierüber gibt es weiterhin schnell einen Zuschuss für Standardtechnik wie Elektromotoren, Pumpen, Kompressoren usw., wenn diese Technik in einer energieeffizienten Ausführung beschafft wird.

Beim BAFA Modul 2 Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien kann das einzelne Projekt jetzt mit bis zu 15 Mio. EUR gefördert werden. Vorher lag die maximale Förderung bei 10 Mio. EUR. Auch bei den Modulen 3 und 4 ist der Deckel auf 15 Mio. EUR je Projekt angehoben worden.

Außerdem wurde beim Modul 2 im Zuge der Novellierung konkretisiert, welche Brennstoffe für Biomasseanlagen zulässig sind. Des Weiteren werden Maßnahmen zur Anbindung an Wärmesenken ohne Prozessbezug von der Förderung ausgeschlossen.

Vom BAFA Modul 3 MSR, Sensorik und Energiemanagementsoftware können jetzt deutlich mehr Unternehmen profitieren. Für die Förderung müssen Unternehmen bzw. deren Betriebsstätten nicht mehr zwingend über eine Zertifizierung nach der DIN EN ISO 50001 oder der EMAS-Verordnung verfügen.

Das BAFA Modul 4 wurde umfangreich geändert und dadurch verbessert. Gefördert werden nicht mehr nur Projekte zur Verbesserung der Energieeffizienz in Industrie und Gewerbe, sondern jetzt auch Ressourceneffizienzprojekte. Das sind zum Beispiel Projekte zur Einsparung von Material in der Produktion.

Beispiel für ein Projekt zur Verbesserung der Ressourceneffizienz

Für eine nachhaltige und ökologische Gestaltung des Batterieherstellungsprozess, plant ein Hersteller für Lithium-Ionen-Akkumulatoren im Rahmen einer Ressourcen- und Energieeffizienzmaßnahme, die Elektrodenfertigung, Zellassemblierung sowie das Entgasen, Verschließen und Falten der Batterie („Formation & Aging“) energetisch und stofflich zu optimieren. Wesentliche Potenziale zur Steigerung der Ökobilanz liegen dabei vor allem in der Wiederaufbereitung und Rückführung der eingesetzten chemischen Hilfsstoffe sowie in der Prozesswärmerückgewinnung.

Eine ausführliche Beschreibung des Beispiels finden Sie auf dieser Webseite des BMWi (externer Link).

Außerdem wurden beim Modul 4 die Förderkonditionen für kleine und mittlere Unternehmen verbessert. KMU können nun max. 900 EUR Zuschuss je jährlich eingesparter Tonne CO2 bekommen. Vorher waren es 700 EUR.

Neues Modul 5 Transformationskonzepte

Neben den Verbesserungen an den Modulen 1 bis 4 wurde ein Modul 5 eingeführt, die Transformationskonzepte. Ein Transformationskonzept ist die Darstellung der längerfristigen Dekarbonisierungsstrategie eines Unternehmens oder eines Unternehmensstandortes. Dies umfasst sowohl die qualitative und quantitative Beschreibung der Ausgangssituation in Bezug auf ein CO2-Minderungsziel, als auch die Beschreibung möglicher Maßnahmen mit denen das CO2-Ziel erreicht werden soll.

Für die Erstellung eines solchen Konzeptes können Unternehmen einen Zuschuss von max. 80.000 EUR erhalten. Förderfähig sind die Kosten

  • für die Erstellung und Zertifizierung einer CO2-Bilanz,
  • für Energieberater,
  • für erforderliche Messungen, Datenerhebungen und Datenbeschaffungen
  • usw.

Es werden allerdings nur Kosten von Dritten gefördert. Eigenleistungen des Antragstellers werden nicht gefördert. Förderfähig sind also nur Kosten von Dritten.

Beispiel für ein Transformationskonzept

Ein großer Batteriehersteller möchte seine Produktion in Deutschland nachhaltiger und ökologischer gestalten. Um einen Beitrag zum Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2045 der Bundesregierung zu leisten, will er seine Emissionen um mindestens 40 Prozent senken. Zur Identifizierung des Ressourcen- und Energieeinsparpotentials an mehreren Werksstandorten möchte der Hersteller von einem externen Energieberater ein Transformationskonzept erarbeiten lassen, mit dem Ziel, die identifizierten Maßnahmen in einem Zeitraum von 10 Jahren im Unternehmen umzusetzen. 

Eine ausführliche Beschreibung des Beispiels finden Sie auf dieser Webseite des BMWi (externer Link).

Antragsberechtigt sind unter anderem Unternehmen, auch kommunale Unternehmen. Die Erstellung eines Konzeptes soll max. 12 Monate dauern und wird mit max. 80.000 EUR gefördert. Für kleine und mittlere Unternehmen KMU beträgt der Fördersatz 60%, für Großunternehmen 50%.

Auch der Förderwettbewerb Energieeffizienz wurde verbessert

Wie beim Modul 4, hat das BMWi auch beim Förderwettbewerb den Fördergegenstand Ressourceneffizenz eingeführt. Am Wettbewerb können deshalb jetzt reine Energieeffizienzprojekte, reine Ressourceneffizienzprojekte sowie auch Projekte, die gleichzeitig die Energieeffizienz- und die Ressourceneffizienz steigern, teilnehmen.

Der Unterschied zum Modul 4 ist die Wettbewerbskomponente: Alle bis zu einem Stichtag eingereichten Förderanträge stehen untereinander in Konkurrenz. Gefördert werden die Projekte mit der höchsten Fördereffizienz. Je mehr CO2 je beantragtem EUR Förderung eingespart werden kann, desto größer sind die Chancen, sich im Wettbewerb durchzusetzen.

Dem Risiko, sich im Wettbewerb nicht durchzusetzen, steht ein Fördersatz gegenüber, der mit 60% auf die zuwendungsfähigen Kosten noch einmal höher ist, als beim Modul 4. Das Risiko einzugehen, kann sich also lohnen, zumal Projekte, die im Wettbewerb durchgefallen sind, noch einmal im Modul 4 eingereicht werden können.

Mit PNO Consultants bekommen Sie die Förderung für Ihr Effizienzprojekt

PNO Consultants beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Förderung von Effizienzprojekten und kennt alle relevanten Förderprogramme des Bundes und der Länder. In den letzten Jahren haben wir für Unternehmen aus dem

  • Stahlsektor,
  • der Chemieindustrie,
  • der Glasindustrie
  • der Foodbranche
  • usw.

bis zu siebenstellige Zuschüsse für deren Effizienzprojekte akquiriert. Dabei ging es um Neuinvestitionen, die Optimierung bestehender Anlagen, die Umstellung auf umweltfreundliche Energieträger usw. Bei PNO Consultants ist Ihr Förderantrag beim BAFA oder im Förderwettbewerb also in guten Händen.

Interessiert? Dann sprechen Sie unsere Fördermittelexperten an. Wir erarbeiten einen aussichtsreichen Förderantrag für Ihr Energie- oder Ressourceneffizienzprojekt.

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