EU-Kommission und Industrie unterzeichnen Erklärung zu Wasserstoff

Am 05. Mai sind Binnenmarkt-Kommissar Thierry Breton und die europäischen Hersteller von Elektrolyseuren in Brüssel zusammengekommen, um gemeinsam zu erörtern, wie die Kapazitäten der Industrie zur Herstellung von Elektrolyseuren zur Erzeugung von Wasserstoff erhöht werden können.

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Produktionskapazität für Elektrolyseure soll verzehnfacht werden

Breton und 20 Vertreter der Industrie unterzeichneten dabei eine Electrolyser Summit Joint Declaration. Darin verpflichtet sich die Industrie, ihre Produktionskapazitäten für Elektrolyseure auf 17,5 GW pro Jahr zu verzehnfachen. Dadurch wird die jährliche Erzeugung von 10 Mio. Tonnen erneuerbarem Wasserstoff in der EU bis 2030 ermöglicht.

Außerdem sind in der Erklärung Maßnahmen der EU-Kommission zur Schaffung eines verlässlichen Rechtsrahmens enthalten:

  • Sicherstellung, dass die Regulierung der Produktion von erneuerbarem Wasserstoff einen schnellen und erschwinglichen Aufbau des Marktes für Wasserstoff und dessen Produktion in Europa unterstützt
  • Verabschiedung einer Empfehlung und eines Legislativvorschlags für beschleunigte Genehmigungsverfahren für Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien (inkl. Wasserstoff)
  • Prüfung der Notifizierung staatlicher Beihilfen für Wasserstoffprojekte als vorrangige Aufgabe
  • Verpflichtung der Hersteller von Elektrolyseuren, sich nur mit qualitativ hochwertigen Projektvorschlägen zu bewerben, die vollständig mit den Klimazielen und den Zielen von REPowerEU übereinstimmen
  • Zusammenarbeit mit der EIB, um die Finanzierung von Projekten zur Herstellung und zum Einsatz von Elektrolyseuren zu erleichtern
  • Einrichtung einer Elektrolyseur-Partnerschaft, die Hersteller von Elektrolyseuren und Lieferanten von Komponenten und Materialien innerhalb der bestehenden Strukturen der Clean Hydrogen Alliance Wasserstoff zusammenbringt
  • Gemeinsame Verpflichtung zur Integration der Wertschöpfungskette, Diversifizierung und Bekämpfung der Abhängigkeit von wichtigen Rohstoffen und Chemikalien im Rahmen der EU-Industriestrategie.

Wettbewerbsfähigkeit, Widerstandsfähigkeit und strategische Autonomie

Die Maßnahmen sollen den Weg für die großvolumige Herstellung von sauberem Wasserstoff in Europa ebnen. Dies wird wiederum die Dekarbonisierung ansonsten schwer dekarbonisierbarer Industriesektoren und Verkehrsanwendungen im Einklang mit den Fit for 55 ermöglichen und russisches Gas ersetzen.

Außerdem wird dadurch die Wettbewerbsfähigkeit, Widerstandsfähigkeit und strategische Autonomie Europas gefördert und dazu beigetragen, dass die europäischen Hersteller von Elektrolyseuren ihre weltweite Führungsrolle behaupten.

Hier geht es zur offiziellen Pressemitteilung der EU-Kommission.

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