Neues Förderfenster Dekarbonisierung im UIP

Fortschrittliche Umwelttechniken sollen nicht im Entwicklungsstadium stecken bleiben, sondern eine breite Anwendung in der Industrie finden. Deshalb fördert das BMU über das Umweltinnovationsprogramm UIP Unternehmen, die als erste in öko-innovative Anlagen investieren.

umweltinnovationsprogramm

Mit dem Klimaschutzplan 2050 (externer Link) hat sich die Bundesregierung das Ziel gesetzt, auch im Industriesektor eine weitgehende CO2-Neutralität zu erreichen. Zur Unterstützung dieser Transformation sieht der Klimaschutzplan 2050 vor, ein auf die Minderung industrieller Prozessemissionen gerichtetes Förderprogramm aufzulegen. Dieses Förderprogramm wird derzeit entwickelt.

Im Vorgriff darauf wird im bewährten Umweltinnovationsprogramm übergangsweise ein Förderfenster Dekarbonisierung geöffnet, das Demonstrationsvorhaben zur erstmaligen großtechnischen Anwendung von Technologien und Verfahren mit dem Ziel der Reduzierung prozessbedingter CO2-Emissionen in energieintensiven Industrien unterstützt.

Prozessbedingte Emissionen sind Treibhausgasemissionen, die nicht aus dem Einsatz von fossilen Brenn- und Rohstoffen zur Energieerzeugung stammen, sondern durch die Nutzung dieser Stoffe im Produktionsprozess entstehen.

Dekarbonisierung | Wer kann Anträge stellen?

Antragsberechtigt sind Unternehmen, die Anlagen planen oder betreiben, die vom Anwendungsbereich des EU-Emissionshandels erfasst sind und ein großes Einsparpotenzial im Bereich der prozessbedingten CO2-Emissionen aufweisen. Die Unternehmen müssen einen Sitz in Deutschland haben und die Projekte müssen in Deutschland umgesetzt werden.

Was wird gefördert?

Gefördert wird die erstmalige großtechnische Anwendung (Demonstration) von

  • energieintensiven Verfahren zur Produktion von Gütern, die gegenüber herkömmlichen Verfahren ihre prozessbedingten CO2-Emissionen künftig möglichst weitgehend (> 80-95%) und dauerhaft reduzieren,
  • innovativen und hocheffizienten Verfahren zur Umstellung von fossilen Brennstoffen auf strombasierte Verfahren mit dem Ziel der möglichst weitgehenden (>80-95%) und dauerhaften Reduzierung der CO2-Emissionen,
  • Brückentechnologien, die einen substanziellen Schritt auf dem Weg zu weitgehend CO2-neutralen Produktionsverfahren darstellen und die langfristig eine komplette Umstellung auf die Nutzung erneuerbarer Energien gewährleisten,
  • integrierten Produktionsverfahren sowie innovativen Verfahrenskombinationen mit dem Ziel der weitgehenden CO2-Neutralität,
  • neu in den Markt eingeführten alternativen Produkten und entsprechenden Herstellungsverfahren in den jeweiligen Branchen, die bisher mit prozessbedingten Emissionen energieintensiv hergestellte Produkte ersetzen und ihre CO2-Emissionen künftig möglichst weitgehend (> 80-95%) und dauerhaft reduzieren.

Achtung: Nicht förderfähig sind Projekte und Maßnahmen, die allein auf Energie- und Ressourceneffizienz abzielen sowie Projekte zur CO2-Speicherung (Carbon Capture Storage CCS) bzw. zur CO2-Abscheidung mit dem Ziel der CO2-Speicherung. Forschungs- und Entwicklungsprojekte werden auch nicht gefördert.

Im Übrigen gelten die Förderkonditionen des Umweltinnovationsprogramms. Der Zuschuss kann also bis zu 30% der Investitionskosten (einschl. Inbetriebnahme) ausmachen. Die Zuschüsse bewegen sich beim UIP in der Regel in einer sechsstelligen Größenordnung, jedoch sind auch noch höhere Zuschüsse möglich.

Dekarbonisierung | Bei PNO Consultants ist Ihr UIP-Antrag in guten Händen

PNO ist Förderexperte für die Themen Energie und Umwelt. Wir haben sowohl für Unternehmen als auch für öffentliche Auftraggeber Fördermittel aus dem Umweltinnovationsprogramm eingeworben. Deshalb sind Sie bei uns an der genau richtigen Stelle, wenn Sie sich für eine Förderung über das neue UIP-Förderfenster Dekarbonisierung interessieren. Wir erarbeiten einen erfolgversprechenden Antrag für Ihr Demonstrationsvorhaben.

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