Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz, ein Schlagwort in aller Munde. Doch was verbirgt sich dahinter und welche Chancen ergeben sich hierbei für  Unternehmen?

Der Grundgedanke der Künstlichen Intelligenz widmet sich der Vision, menschliche Wahrnehmung und menschliches Handeln durch Maschinen nachzubilden. Dabei entwickelte sich eine zuvor stark informationstechnologisch geprägte Wissenschaft zunehmend zu einer schnittstellenübergreifenden Erforschung des menschlichen Denkens.
Von einem digitalen Ebenbild sind wir aber noch weit entfernt.
Greifbarer sind dafür die Veränderungen die sich durch die sogenannte „schwache KI“ ergeben. Dabei wird sich auf einzelne Teilbereiche des menschlichen Denkens konzentriert, mit dem Ziel konkrete Anwendungsprobleme zu meistern. Schon heute kommen in der Fertigung, der Verwaltung oder dem Finanzwesen in weiten Teilen automatisierte Verfahren zum Einsatz, doch handelt es sich hierbei noch nicht um KI, sondern um Robotic Process Automation (RPA) (externer Link). Schwache KI hingegen kann selbstständig Muster erkennen, sich selbst verbessern und die Arbeit eigenständig besser organisieren.

Künstliche Intelligenz | Großes Potenzial für die deutsche Wirtschaft

Das wirtschaftliche Potenzial ist enorm. So ermittelte die folgende Studie „Auswirkungen der Nutzung von künstlicher Intelligenz in Deutschland“ (externer Link) eine potenzielle Steigerung des Deutschen BIP von 430 Milliarden Euro bis 2030, durch den Einsatz von KI. Die zusätzliche Wertschöpfung ergibt sich dabei aus höherwertigen und personalisierten Produkten, sowie einer Produktivitätssteigerung.
Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und machen vor keiner Branche halt.

  • Automobilindustrie/Mobilität
  • Energiewirtschaft
  • Finanzdienstleistungen/Versicherungswesen
  • Gesundheitswesen
  • Industrielle Produktion
  • Konsumelektronik
  • Landwirtschaft
  • Logistik (Intralogistik)
  • Marketing/Medien
  • Recht/Rechtsdienstleistungen
  • Sicherheit/Verteidigung

Das Bundesministerium für Wirtschaft beziffert das Wertschöpfungspotenzial allein im produzierenden Gewerbe bis 2023 auf 31,8 Milliarden Euro, bedingt durch die folgenden Schlüsseltechnologien:

  • Kognitive Modellierung
  • Natural Language Processing
  • Semantische Technologien
  • Computer Vision
  • Maschinelles Lernen
  • Aktionsplanung und Optimierung
  • Neuromorphic Computing

Vorausschauende Wartung, eine optimierte Produktions- und Fertigungsplanung, sowie adaptive, lernende Robotersysteme können Arbeitsplätze ergänzen oder gar ersetzen und zu einer immensen Produktivitätssteigerung führen. Mustererkennungen aus großen Datensätzen mithilfe Maschinellen Lernens ergeben ein ganz neues Kundenverständnis und münden in einer tiefgreifenden Personalisierung des Produktportfolios.

Die Möglichkeiten sind riesig und können ganze Branchen und Geschäftsmodelle grundlegend verändern. Demgegenüber ist die Verbreitung von KI-Technologien in Deutschen Unternehmen allerdings noch vergleichsweise gering. So setzen im produzierenden Bereich heute ca. 25 Prozent der Großunternehmen, aber nur 15 Prozent der KMU KI-Technologien ein. Um die Entwicklung und Anwendung von KI-Technologien in Deutschland zu erhöhen und damit die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, hat die Bundesregierung im November 2018 die Strategie Künstliche Intelligenz  (externer Link) beschlossen. Dabei  stellt der Bund mit dem Bundeshaushalt 2019 in einem ersten Schritt insgesamt 500 Millionen Euro zur Verstärkung der KI-Strategie für 2019 und bis zu 3 Milliarden in den Folgejahren bis 2025 zur Verfügung. Zudem initiierte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zusammen mit Vertretern aus Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Gewerkschaften und NGOs die Plattform Lernende Systeme (externer Link). Ziel ist es, „AI Made in Germany“ als Qualitätsmarke für verantwortungsvolle KI zu etablieren und im internationalen Wettbewerb aufzuholen. FuE Projekte im Bereich Künstliche Intelligenz haben deshalb aktuell hervorragende Förderchancen.

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