Eurostars-3

Wenn Unternehmen eine Fördermöglichkeit für Forschung, Entwicklung und Innovation mit europäischen Partnern suchen, stoßen deutsche Förderprogramme wörtlich an Grenzen. Dann kommt die Eurostars-Förderung ins Spiel, die jetzt als Eurostars-3 in die nächste Runde geht.

eurostars-3 förderung für forschung und innovation

Mit Eurostars-3 länderübergreifend forschen und entwickeln

Eurostars ist ein vom internationalen Eureka-Netzwerk getragenes Förderprogramm. Eureka ist 1985 von 18 Ländern gegründet worden, um die europäische Wettbewerbsfähigkeit und Integration zu fördern und die Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung zu unterstützen.

An Eurostars-3 sind 37 Staaten beteiligt. Zu den Mitgliedern zählen die Staaten der EU, aber zum Beispiel auch Israel, Kanada, Norwegen, Südkorea und die Türkei.

Von 2016 bis 2020 sind 1.053 Projekte mit 3.362 Projektpartner gefördert worden (Quelle, externer Link). Die geförderten Projekte lassen sich den Feldern Biotech, Industrial, ICT, Environment, Energy zuordnen.

Das sind die aktuellen Eurostars-Länder

Austria, Belgium, Bulgaria, Canada, Croatia, Cyprus, Czech Republic, Denmark, Estonia, Finland, France, Germany, Greece, Hungary, Iceland, Ireland, Israel, Italy, Latvia, Lithuania, Luxembourg, Malta, the Netherlands, Norway, Poland, Portugal, Republic of Korea, Romania, Singapore, Slovakia, Slovenia, South Africa, Spain, Sweden, Switzerland, Turkey, and the United Kingdom.

Kleine und mittlere Unternehmen stehen im Mittelpunkt

Die Eurostars-Förderung ist ganz klar auf KMU und die Eurostars-Länder ausgerichtet. Deshalb werden nur Projekte gefördert, bei denen ein KMU den Lead hat. Grundsätzlich können sich aber auch Großunternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen am Projekt-Konsortium beteiligen (GU erhalten in Deutschland keine Förderung). Aber in jedem Fall muss der Großteil der Projektkosten bei dem oder den beteiligten KMU liegen. Außerdem müssen die Projektpartner aus mindestens zwei verschiedenen Eurostars-Teilnehmerländern kommen.

Nach dem sogenannten Bottom-up-Prinzip von EUREKA bestimmen die Konsortien flexibel über die Projektinhalte und die Konsortialzusammensetzung.

Jetzt mehr KMU antragsberechtigt

Eine sehr wichtige Änderung von Eurostars 2 zu 3 ist, dass jetzt auch sogenannte innovative KMU antragsberechtigt sind. Damit sind KMU gemeint, die noch keine Erfahrung in Forschung und Entwicklung haben, aber den Ehrgeiz und die Fähigkeiten besitzen, neue Produkte, Verfahren und Dienstleistungen zu entwickeln.

Unter Eurostars-2 waren nur forschungstreibende KMU antragsberechtigt, die mindestens 10% ihres Umsatzes bzw. 10% ihres Personals für FuE einsetzen. Das heißt, dass jetzt mehr KMU von der Eurostars-Förderung profitieren können.

wissenschaftlerin arbeitet in einem über eurostars-3 geförderten Projekt

Antragsverfahren und Höhe der Förderung

Das Antragsverfahren ist zweistufig. Es gibt in der Regel zwei Einreichungsstichtage pro Jahr, ab denen die bis dahin von den Projektkonsortien gemeinsam eingereichten internationalen Förderanträge evaluiert werden. Im Falle einer positiven Evaluation müssen dann noch nationale Förderanträge beim jeweiligen nationalen Projektträger eingereicht werden.

Eurostars-3-Projekte sollen max. 36 Monate laufen. Der deutsche Projektanteil kann mit bis zu 500.000 EUR gefördert werden (Fördersatz für Unternehmen max. 50%).

Interessieren Sie sich für Eurostars-3, weil Sie ein FuE-Projekt mit internationalen Partnern planen? Dann sprechen Sie unsere EU-Fördermittelexpertinnen an. Sie prüfen, ob Ihr Projekt zu Eurostars passt und erarbeiten einen aussichtsreichen Förderantrag für Sie. 

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Bilder … Pixabay